Wulf Lembeke wird der Beteiligung an Überfällen auf Nowgoroder Kaufleute im Frühsommer 1420 beschuldigt und wird darauf im September 1420 aus Dänemark verbannt.[1]
Leben
Namensvarianten: Wulff Lembeke
Lebensdaten: Lembeke taucht in den Hanserecessen und im Lübecker Urkundenbuch im Zusammenhang mit einem Verbrechen erstmals im Frühsommer 1420 auf und zuletzt im Sommer 1422.
Herkunft:
Tätigkeitsgebiet: Dänemark, Ostsee
Verwandtschaft: Es gibt zwar einige Personen mit dem Namen Lembeke, allerdings lassen sich keine eindeutigen Verbindungen zu Wulf Lembeke finden. [2]
Klaus Lembeke könnte ein Verwandter von Wulf Lembeke sein. Geographisch und zeitlich lassen sich einige Parallelen ziehen.[3]
Tätigkeiten
Aktivitäten als Gewaltakteur: Wulf Lembeke wird der Beteiligung an Überfällen auf Nowgoroder Kaufleute im Frühsommer 1420[4] auf der Newa gemeinsam mit Vicke von Vitzen, Vicke Stralendorp, Jasper Stralendorp, Wyneke Gellerman, Hinrich Tarnewitz beschuldigt. Dabei sind russische und deutsche Kaufleute zu schaden gekommen und entführt worden.[5] Am 17. September 1420 werden Hinrich Tarnewitz, Vicke von Vitzen und Wulf Lembeke von Erich von Pommern von Dänemark als Strafe für den Überfall und die Entführung auf die Nowgoroder Kaufleute aus Dänemark verbannt.[6] Im Juni 1422 fand eine Klärung statt und die Städte Rostock und Wimar bekundeten, dass der Streit mit den oben genannten gütlich beigelegt wurde. [7]
Status:
Fahrgemeinschaften: Vicke von Vitzen, Vicke Stralendorp, Jasper Stralendorp, Wyneke Gellerman, Hinrich Tarnewitz
Auftraggeber:
Geschädigte: Städte Rostock und Wimar sowie russische und deutsche Kaufleute
Angaben zu Schiff und Besatzung:
Sonstige Tätigkeiten:
Dokumentation der Recherche
Ohne Ergebnis gesucht in:
HR. I. Band 1
HR. I. Band 2
HR. I. Band 3
HR. I. Band 4
HR. I. Band 5
HR. I. Band 6
HR. I. Band 8
HR. II. Band 1
HR. II. Band 2
HR. II. Band 3
Sonstiges
Nach 1422 findet man keine Einträge mehr zu Wulf Lembeke, weshalb sein weiterer Werdegang ungeklärt bleibt.
Quellen
Hanserecesse Band 7.
Lübecker Urkundenbuch Band 6.
Literatur
Clarus: Bartholomäus Voet, 2012, S. 106.
Einzelnachweise
↑
LübUB 6, 270; HR 7, 258f
↑
LübUB 6, 270
↑
HR 7, 398
↑
LübUB 6, 270
↑
HR 7, 124, 133, 136, 487§31
↑
HR 7, 258f
↑
HR 7, 488
